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Anton Machek

Typ Person

Datierung / Lebensdaten Batronitz (Böhmen), Tschechien 1886 – 1944 Salzburg, Österreich

Biographie Der Maler und Zeichner Anton Machek wurde am 15.6.1886 in Bratronitz (Böhmen) geboren. Er ist ein Nachfahre des Barockmalers Antonin Machek. Machek kam ursprünglich von der Musik und stand bis 1894 zusammen mit Leo Slezak als Bariton auf der Bühne der Deutschen Oper in Prag. Nach dem Verlust seiner Stimme musste er die musikalische Laufbahn aufgeben und war als Musiklehrer in Slany und als Stimmbildner am Linzer Konservatorium tätig. 1921 übersiedelte er nach Salzburg. Seine Zeichnungen wurden zwischen 1927 und 1936 von der Münchner Zeitschrift "Jugend" und der "Leipziger Illustrirte Zeitung" regelmäßig publiziert. Neben seiner künstlerischen Arbeit war er als Dolmetscher für das Landesgericht tätig und versuchte sich als Steingraveur in einem Betrieb in Salzburg (Nonntal). Da er von seinen Werken nicht leben konnte, arbeitete er im Städtischen Personalamt. 1928 fand die erste und vermutlich einzige Ausstellung seiner Arbeiten im Kunstsalon Mora am Residenzplatz in Salzburg statt. Machek, der in persönlichem Kontakt mit Alfred Kubin, Olaf Gulbransson und Carl Storch stand, war insbesondere mit dem Salzburger Maler Georg Jung befreundet, der einige Porträts von Machek anfertigte. Im Jahr 1938 wurde Machek zu drei Monaten Haft verurteilt, weil er eine Minderjährige verführt haben soll. Zu Macheks Werk, das dem "Magischen Realismus" zuzurechnen ist, zählen knapp 700 Zeichnungen mit teils satirischem und teils polemischem Inhalt. Aus heutiger Sicht sind manche Inhalte als Zeugnisse von Frauenfeindlichkeit und sexualisierter Gewalt anzusprechen. Es bleibt dabei unklar, mit welcher Intention Anton Machek diese Werke schuf und betitelte. Der Künstler verstarb am 16.10.1944 bei einem Bombenanschlag in Salzburg. (Quellen: De Gruyter, Allgemeines Künstlerlexikon, Bd. 86, S. 162 und Eva Jandl-Jörg, in: Traumstadt. Blick auf Salzburg um 1920, Salzburg 2021, S. 53f.)

Objekte in der Sammlung 49

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Der Maler und Zeichner Anton Machek wurde am 15.6.1886 in Bratronitz (Böhmen) geboren. Er ist ein Nachfahre des Barockmalers Antonin Machek. Machek kam ursprünglich von der Musik und stand bis 1894 zusammen mit Leo Slezak als Bariton auf der Bühne der Deutschen Oper in Prag. Nach dem Verlust seiner Stimme musste er die musikalische Laufbahn aufgeben und war als Musiklehrer in Slany und als Stimmbildner am Linzer Konservatorium tätig. 1921 übersiedelte er nach Salzburg. Seine Zeichnungen wurden zwischen 1927 und 1936 von der Münchner Zeitschrift "Jugend" und der "Leipziger Illustrirte Zeitung" regelmäßig publiziert. Neben seiner künstlerischen Arbeit war er als Dolmetscher für das Landesgericht tätig und versuchte sich als Steingraveur in einem Betrieb in Salzburg (Nonntal). Da er von seinen Werken nicht leben konnte, arbeitete er im Städtischen Personalamt. 1928 fand die erste und vermutlich einzige Ausstellung seiner Arbeiten im Kunstsalon Mora am Residenzplatz in Salzburg statt. Machek, der in persönlichem Kontakt mit Alfred Kubin, Olaf Gulbransson und Carl Storch stand, war insbesondere mit dem Salzburger Maler Georg Jung befreundet, der einige Porträts von Machek anfertigte. Im Jahr 1938 wurde Machek zu drei Monaten Haft verurteilt, weil er eine Minderjährige verführt haben soll. Zu Macheks Werk, das dem "Magischen Realismus" zuzurechnen ist, zählen knapp 700 Zeichnungen mit teils satirischem und teils polemischem Inhalt. Aus heutiger Sicht sind manche Inhalte als Zeugnisse von Frauenfeindlichkeit und sexualisierter Gewalt anzusprechen. Es bleibt dabei unklar, mit welcher Intention Anton Machek diese Werke schuf und betitelte. Der Künstler verstarb am 16.10.1944 bei einem Bombenanschlag in Salzburg. (Quellen: De Gruyter, Allgemeines Künstlerlexikon, Bd. 86, S. 162 und Eva Jandl-Jörg, in: Traumstadt. Blick auf Salzburg um 1920, Salzburg 2021, S. 53f.)
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