UNBEKANNT (Person)
Datierung
1979
Verortung
Oberösterreich
Material / Technik
Fotoabzug auf Papier
Bildmaß [H. x B.]
8,9 x 12,6 cm
Systematik
Foto
Sammlung
Fotografie
Inventar-Nr.
Foto 41896
Creditline
Salzburg Museum (Dauerleihgabe Salzburger Museumsverein)
Kurzbeschreibung
23.3.1979; ex DRB E 45.10, ex BBÖ 1170.10 tannengrün; Beheimatet bei der Zfl. Attnang-Puchheim;
Mitte der zwanziger Jahre benötigten die Österreichischen Bundesbahnen (Kurzbezeichnung bis 1938: BBÖ) für die traktionstechnisch schwierige Mittenwaldbahn mit ihren Höchststeigungen von mehr als 36 Promille und die im Jahre 1925 elektrifizierte Strecke Attnang-Puchheim - Stainach-Irdning (Salzkammergutbahn) möglichst universell einsetzbare Lokomotiven. Auf der Mittenwaldbahn besorgte die BBÖ Reihe 1060.01-09 (letzte Maschine 1940 ausgeschieden) den gesamten Verkehr, wofür ihre Leistung nicht mehr ausreichte. Auf der Salzkammergutbahn war die BBÖ Reihe 1029 (ÖBB 1073) im Einsatz, die wegen ihrer starren 1’C1’-Bauweise für die kurvenreiche Strecke nicht geeignet war.
Die Entscheidung fiel auf eine vierachsige Drehgestelllokomotive mit Einzelachsantrieb, die die Reihenbezeichnung 1170 erhielt. Die bis dahin üblichen Stangenantriebe wurden hier ebenso aufgegeben, wie die Bauart mit großen, im Maschinenraum untergebrachten Motoren. Wie gut und richtig diese Entscheidung war, zeigte sich darin, dass bis heute der größte Teil der Streckenlokomotiven dieser Bauart angehören. Weitere Zwangspunkte bei der Konstruktion der neuen Lokomotiven war der schwache Oberbau im vorgesehenen Einsatzgebiet, der lediglich eine Achslast (heute: Radsatzlast) von 15 t (bei abgenützten Radreifen), somit eine Gesamtmasse von 60 t zuließ. Damit war von vornherein der Zwang zu größtmöglicher Gewichtsökonomie gegeben. Bei einem Gewicht des elektrischen Teiles von rund 28 t durfte der mechanische Teil also nicht mehr als 32 t wiegen, wobei schon allein auf den Hohlwellen-Antrieb rund 5 t entfielen. Das Fahrzeug musste daher so kurz wie möglich gebaut werden, obwohl klar war, dass ein derart kurzes Drehgestellfahrzeug zu unruhigem Lauf neigen würde.
Es entstand eine sehr gedrungene Lokomotivreihe der Bauart Bo’Bo’. Die ersten zehn waren für die Salzkammergutbahn gedacht, die restlichen vier für die Mittenwaldbahn. Alle wurden 1927 von ELIN in Wien (elektrischer Teil) geliefert. Der mechanische Teil der ersten zehn kam von der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik, der der letzten vier von der Lokomotivfabrik Floridsdorf, weil die Wiener Neustädter Lokomotivfabrik inzwischen geschlossen worden war. Erstmals verzichtete man auf den Tatzlagerantrieb und wählte den voll abgefederten Sécheron-Hohlwellenfederantrieb mit Schraubenfedern. Die 1170.01–10 hatten Vakuumbremse, die 1170.11–14 hatten schon Druckluftbremse, da die Mittenwaldbahn bereits neueres Wagenmaterial besaß. Später wurden auch die ersten zehn auf Druckluftbremse umgebaut. Die Leistung der kleinen Maschinen war beachtlich, so zogen sie Güterzüge mit bis zu 1 km Länge.
Die Deutsche Reichsbahn bezeichnete die Reihe ab 1938 als E 45. Zwei Fahrzeuge wurden während des Zweiten Weltkrieges so stark beschädigt, dass sie ausgemustert werden mussten.
Bei den ÖBB erhielten die verbliebenen Maschinen in dem ab 1953 (bis heute) geltenden Nummernsystem die Reihenbezeichnung 1045. Ab 1978 erfolgte bei Fälligkeit größerer Instandhaltungsmaßnahmen die Ausmusterung dieser Lokomotiven. 1980 wurden die 1045.01 und 03 (später auch die leicht beschädigte 1045.06 als Ersatzteilspender) an die Montafonerbahn (MBS) verkauft, wo die ersteren beiden bis 2009 im Betrieb standen. 1045.01 und 1045.03 gelangten nach Ende des Einsatzes bei der MBS zur ÖGEG (Österreichische Gesellschaft für Eisenbahngeschichte) und sind heute im Lokpark Ampflwang beheimatet. Die Ausmusterung bei den ÖBB erfolgte bis 1994.
Key
f191c913-f205-4cf5-86bf-badd76afc49f
Create_date
2016-02-13T08:36:34Z
Change_date
2019-03-04T23:00:00Z
Sync_date
2024-08-16T19:51:40Z
Container_Key_s
76e12fa1-3c33-4f93-815d-436b530aa916
Container_Text_S
Fotografie
Container_Text_S_sort
Fotografie
InventoryNumber_S
Foto 41896
InventoryNumber_S_sort
Foto 41896
Title_S
Elektrolok Model 1045.10 im Bahnhof Gmunden
Title_S_sort
Elektrolok Model 1045.10 im Bahnhof Gmunden
ShortDescription_s
23.3.1979; ex DRB E 45.10, ex BBÖ 1170.10 tannengrün; Beheimatet bei der Zfl. Attnang-Puchheim; <br class="linefeed" />Mitte der zwanziger Jahre benötigten die Österreichischen Bundesbahnen (Kurzbezeichnung bis 1938: BBÖ) für die traktionstechnisch schwierige Mittenwaldbahn mit ihren Höchststeigungen von mehr als 36 Promille und die im Jahre 1925 elektrifizierte Strecke Attnang-Puchheim - Stainach-Irdning (Salzkammergutbahn) möglichst universell einsetzbare Lokomotiven. Auf der Mittenwaldbahn besorgte die BBÖ Reihe 1060.01-09 (letzte Maschine 1940 ausgeschieden) den gesamten Verkehr, wofür ihre Leistung nicht mehr ausreichte. Auf der Salzkammergutbahn war die BBÖ Reihe 1029 (ÖBB 1073) im Einsatz, die wegen ihrer starren 1’C1’-Bauweise für die kurvenreiche Strecke nicht geeignet war.<br class="linefeed" /><br class="linefeed" />Die Entscheidung fiel auf eine vierachsige Drehgestelllokomotive mit Einzelachsantrieb, die die Reihenbezeichnung 1170 erhielt. Die bis dahin üblichen Stangenantriebe wurden hier ebenso aufgegeben, wie die Bauart mit großen, im Maschinenraum untergebrachten Motoren. Wie gut und richtig diese Entscheidung war, zeigte sich darin, dass bis heute der größte Teil der Streckenlokomotiven dieser Bauart angehören. Weitere Zwangspunkte bei der Konstruktion der neuen Lokomotiven war der schwache Oberbau im vorgesehenen Einsatzgebiet, der lediglich eine Achslast (heute: Radsatzlast) von 15 t (bei abgenützten Radreifen), somit eine Gesamtmasse von 60 t zuließ. Damit war von vornherein der Zwang zu größtmöglicher Gewichtsökonomie gegeben. Bei einem Gewicht des elektrischen Teiles von rund 28 t durfte der mechanische Teil also nicht mehr als 32 t wiegen, wobei schon allein auf den Hohlwellen-Antrieb rund 5 t entfielen. Das Fahrzeug musste daher so kurz wie möglich gebaut werden, obwohl klar war, dass ein derart kurzes Drehgestellfahrzeug zu unruhigem Lauf neigen würde.<br class="linefeed" /><br class="linefeed" />Es entstand eine sehr gedrungene Lokomotivreihe der Bauart Bo’Bo’. Die ersten zehn waren für die Salzkammergutbahn gedacht, die restlichen vier für die Mittenwaldbahn. Alle wurden 1927 von ELIN in Wien (elektrischer Teil) geliefert. Der mechanische Teil der ersten zehn kam von der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik, der der letzten vier von der Lokomotivfabrik Floridsdorf, weil die Wiener Neustädter Lokomotivfabrik inzwischen geschlossen worden war. Erstmals verzichtete man auf den Tatzlagerantrieb und wählte den voll abgefederten Sécheron-Hohlwellenfederantrieb mit Schraubenfedern. Die 1170.01–10 hatten Vakuumbremse, die 1170.11–14 hatten schon Druckluftbremse, da die Mittenwaldbahn bereits neueres Wagenmaterial besaß. Später wurden auch die ersten zehn auf Druckluftbremse umgebaut. Die Leistung der kleinen Maschinen war beachtlich, so zogen sie Güterzüge mit bis zu 1 km Länge.<br class="linefeed" /><br class="linefeed" />Die Deutsche Reichsbahn bezeichnete die Reihe ab 1938 als E 45. Zwei Fahrzeuge wurden während des Zweiten Weltkrieges so stark beschädigt, dass sie ausgemustert werden mussten.<br class="linefeed" /><br class="linefeed" />Bei den ÖBB erhielten die verbliebenen Maschinen in dem ab 1953 (bis heute) geltenden Nummernsystem die Reihenbezeichnung 1045. Ab 1978 erfolgte bei Fälligkeit größerer Instandhaltungsmaßnahmen die Ausmusterung dieser Lokomotiven. 1980 wurden die 1045.01 und 03 (später auch die leicht beschädigte 1045.06 als Ersatzteilspender) an die Montafonerbahn (MBS) verkauft, wo die ersteren beiden bis 2009 im Betrieb standen. 1045.01 und 1045.03 gelangten nach Ende des Einsatzes bei der MBS zur ÖGEG (Österreichische Gesellschaft für Eisenbahngeschichte) und sind heute im Lokpark Ampflwang beheimatet. Die Ausmusterung bei den ÖBB erfolgte bis 1994.
MaterialTechnique_s
Fotoabzug auf Papier
Creditline_s
Salzburg Museum (Dauerleihgabe Salzburger Museumsverein)
GeographicReferences_Search_s
Oberösterreich
Subjects_Search_s
UNBEKANNT (Person)
lists_s
Dimensions,GeographicReferences,Subjects,Media
Dimensions_Type_0_s
Bildmaß [H. x B.]
Dimensions_Dimension_0_s
8,9 x 12,6 cm
list_GeographicReferences_I
1
GeographicReferences_Type_0_s
Verortung
GeographicReferences_Text_0_s
Oberösterreich
Subjects_Name_0_s
UNBEKANNT (Person)
Subjects_SortedName_0_S
UNBEKANNT (Person)
Subjects_SortedName_0_S_sort
UNBEKANNT (Person)
Subjects_DisplayName_0_S
UNBEKANNT (Person)
Subjects_DisplayName_0_S_sort
UNBEKANNT (Person)
Subjects_Key_0_s
2b1e1a2e-9304-480a-bee6-f8bef4c77f71
Media_Key_0_s
bc807459-29e7-4276-b268-4c14a136fead
_version_
1807580920840978400