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Großer öffentlicher Maskenball

Salzburger Turnverein, Der

Druck Anton Pustet

Datierung 30.01.1870

Herkunft Salzburg

Druckort Salzburg

Material / Technik Hutpack grün

Blattmaß [H. x B.] 175 x 119 cm

Systematik Plakat / Veranstaltung

Sammlung Handschriften und Druckwerke

Inventar-Nr. BIB PLA 423

Creditline Salzburg Museum

Kurzbeschreibung Plakat für einen großen öffentlichen Maskenball am 30. Jänner 1870 in den Saal-Lokalitäten der Mirabell-Restauration in Salzburg. "Masken-Rendez-vous aus allen Weltteilen: Einzug der 'Chinesen' mit ihrem Anführer, Einzug der 'Indianer' mit ihrem 'Häuptling'; vorkommende Evolutionen; Veteranenkapelle unter J. Jahn"; Eintrittspreise "Chinese"/"Chinesin"Die Zuschreibung "Chinese"/"Chinesin" ist dann als problematisch einzuordnen, wenn sie in einem oberflächlich zuweisenden, generalisierenden und/oder rassistischen Kontext verwendet wird. Sie begegnet zahlreich in Beschreibungen aus einer eurozentrischen, kolonialen und diskriminierenden Perspektive. Sie wird z. B. pauschal zur Bezeichnung aller Menschen mit nordostasiatischer Herkunftsgeschichte und vermeintlich "typischen" äußerlichen Merkmalen verwendet, unabhängig von deren individuellen Herkunft und Lebenswirklichkeit, oder begegnet als Bezeichnung für Sammlungsobjekte, die stereotypisierende Darstellungsweisen einer rassistischen Bildtradition wiedergeben. Diese Formen einer problematischen Zuschreibung werden deshalb möglichst durch treffendere Begriffe ersetzt. Bei Unklarheit darüber, ob es sich um den originalen Werktitel handelt oder wenn keine genaueren Kenntnisse zum Objekt in Erfahrung zu bringen sind, wird die Bezeichnung in Anführungszeichen verwendet. Dies gilt auch für originale Werktitel oder Beschreibungen der Künstler_innen oder Hersteller_innen des Sammlungsobjekts, die aus einer eurozentrischen und/oder rassistischen Perspektive heraus ihre Werke/Produkte angefertigt, benannt und vermarktet haben. [Stand: 14.01.2022]"Indianer_in"Der Begriff "Indianer_in" wurde und wird zur Bezeichnung verschiedener Bevölkerungsgruppen Amerikas verwendet, die hier bereits zu vorkolonialen Zeiten siedelten. Der Begriff "Indianer_in" gilt wie die vergleichbaren Begriffe "Ureinwohner_in", "Indigene" etc. heute auch im deutschen Sprachgebrauch als überholt und abzulehnen, da es sich um eine Fremdbezeichnung kolonialistisch-diskriminierender Tradition handelt, die der Abgrenzung der kolonisierten Menschengruppen von den weißen Invasor_innen und Siedler_innen diente und Unterdrückung bis Genozid zur Folge hatte. Je nach Kontext wurde oder wird durch den Begriff eine kulturelle Minderwertigkeit der bezeichneten Gesellschaften postuliert, oder aber eine romantisierende "Ursprünglichkeit", der die Annahme eines kulturellen Gefälles genauso innewohnt. Zudem werden unter dem Begriff zahlreiche unterschiedliche Gesellschaften zusammengefasst, die sprachlich und kulturell keine Einheit bilden. Der Begriff weicht somit von der tatsächlichen Lebensrealität und individuellen Geschichte der bezeichneten Menschen ab, generalisiert und verklärt diese.
Die Zuschreibung "Indianer_in" begegnet zahlreich in Beschreibungen aus einer eurozentrischen, kolonialen und diskriminierenden Perspektive. Der Begriff ist außerdem als Bezeichnung für Sammlungsobjekte anzutreffen, die stereotypisierende Darstellungsweisen einer rassistischen Bildtradition wiedergeben und koloniale Gewalttaten verharmlosen oder verherrlichen. Der Begriff "Indianer_in" wird deshalb nur mit Anführungszeichen verwendet (z. B. bei originalen Werktiteln) und möglichst durch treffendere Begriffe oder Umschreibungen ersetzt.
Gruppenübergreifende Eigenbenennungen wie "Native Americans", "First Nations" oder "Pueblos Originarios" sind dem Begriff "Indianer_in" im heutigen Sprachgebrauch vorzuziehen, gelten aber nicht als unumstritten. Im konkreten Fall gilt die spezifische Eigenzeichnung einzelner Gruppen als beste Alternative. [Stand: 24.08.2022]
"Häuptling"Mit dem Begriff "Häuptling" wurden (und werden) politische Machthaber zu kolonisierender oder bereits kolonisierter Gebiete unabhängig von bestehenden Eigenbezeichnungen, jeglicher politischen Realität sowie großen gesellschaftlichen Unterschieden pauschalisierend benannt. Nicht selten wurden durch die Kolonialmacht zudem "Häuptlinge" erstmals eingesetzt, um bestehende politische Gefüge zu zerschlagen und Abhängigkeiten zu erzeugen. Der Begriff ist durch seinen Gebrauch noch heute geprägt von einer kolonialistischen und eurozentrischen Weltsicht, der die Herabstufung nicht-europäischer Gesellschaftsformen selbstverständlich innewohnt. Eine weibliche Form des Begriffs fehlt bezeichnender Weise. Der Begriff "Häuptling" begegnet zahlreich in Objektbeschreibungen aus einer eurozentrischen Perspektive oder als Bezeichnung für Sammlungsobjekte, die stereotypisierende Darstellungsweisen einer kolonialen Bildtradition wiedergeben. Er wird deshalb möglichst durch treffendere Begriffe oder Umschreibungen ersetzt bzw. wird der Begriff in Anführungszeichen verwendet (z. B. bei originalen Werktiteln).

Beschreibung Grafik: 5 kleine Figurengruppen; Zeigehände

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Plakat für einen großen öffentlichen Maskenball am 30. Jänner 1870 in den Saal-Lokalitäten der Mirabell-Restauration in Salzburg. "Masken-Rendez-vous aus allen Weltteilen: Einzug der 'Chinesen' mit ihrem Anführer, Einzug der 'Indianer' mit ihrem 'Häuptling'; vorkommende Evolutionen; Veteranenkapelle unter J. Jahn"; Eintrittspreise
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Hinweis

Das Salzburg Museum distanziert sich ausdrücklich von allen diskriminierenden, ausgrenzenden sowie menschenverachtenden Inhalten und nationalsozialistischer Propaganda in Sammlung Online.
Ausschließlich zum Zweck der Forschung und Bildung bleiben problematische Inhalte sichtbar. Problematische Begriffe werden in Einzelfällen beibehalten, insofern sie Originalbezeichnungen bzw. (bisher) nicht ersetzbare Begriffe in der Kunst- und Kulturgeschichte sind. Zur Kennzeichnung werden sie in Anführungszeichen gesetzt und durch ein Glossar erklärt.

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