Herausgeber
Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP)
Datierung
1938
Verortung
Deutsches Reich
Material / Technik
Buntmetall, gestanzt, Weißmetallüberzug
Durchmesser
35 mm
Systematik
Orden, Ehrenzeichen und Abzeichen (Grundwissenschaftliches Objekt)
Sammlung
Münzen Medaillen und Geldwertzeichen
Inventar-Nr.
MÜ 43851
Creditline
Salzburg Museum (Christel Lindner)
Kurzbeschreibung
Vereinfachte Darstellung eines Festungsbergs, darauf groß das Wort JA, unten das Datum 10.4.1938. Im Hintergrund Darstellung eines Hakenkreuzes, strahlend hinter dem Festungsberg aufgehend. Umschrift "Ein Volk. ein Reich. ein Führer". Rückseite: Nadel. Propaganda-Abzeichen zur Zustimmung zum sogenannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistisch regierte Deutsche Reich im Rahmen der Scheinwahl vom 10. April 1938 im Deutschen Reichstag.
An Nadel. "Volk-…"Der Begriff "Volk" und vielfältige Kombinationen des Begriffs, wie beispielsweise "Volkstum" oder "Volksempfänger", stellte ein zentrales Kernelement der nationalsozialistischen Ideologie dar. "Volk" wurde als die organische Einheit von Kultur, Geschichte und "Rasse" verstanden. Entsprechend dieser Logik war für die nationalsozialistische Ideologie "Volkszugehörigkeit" wichtiger als Staatszugehörigkeit. Bestimmten Gruppen von Bürger_innen, wie Juden und Jüdinnen, Schwarzen Menschen oder Sinti_ze und Rom_nja, wurde die "Volkszugehörigkeit" zum "Deutschen Volk" abgesprochen. Der Begriff "Volk" in allen seinen Abwandlungen sollte daher in diesem Kontext immer in Anführungszeichen gesetzt werden. [Stand: 14.01.2022]"Drittes Reich"Die NS-Propaganda verwendete neben den offiziellen Staatsbezeichnungen "Deutsches Reich", "Großdeutschland" und "Großdeutsches Reich" auch mehrere Beschreibungen des NS-Staates mit symbolischer Wirkung: Dazu zählten u. a. "Germanisches Reich deutscher Nation", "Tausendjähriges Reich" und "Drittes Reich". Die NS-Ideologie grenzte sich mit dem Begriff "Drittes Reich" vom Deutschen Kaiserreich und von der Weimarer Republik ab. Die allgemeine Verwendung des Begriffs "Drittes Reich" für die NS-Zeit in Deutschland und Österreich wird seit den 1980er Jahren durchaus kritisch kommentiert. So wird kritisiert, dass die Bezeichnung "Drittes Reich" zu neutral erscheinen und den nationalsozialistischen Terror weitgehend aussparen würde. Daher werden bei allen der angesprochenen Begriffe Anführungszeichen gesetzt. [Stand: 14.01.2022]"Führer"Verwandte Begriffe: "Führerkult", "Führerstaat", "Führerprinzip". Als Pendant zum italienischen "Duce" Benito Mussolini, wurde Adolf Hitler als "Führer" tituliert, der in seinem Allmachtsanspruch an die Stelle der Staatsgewalt trat. Der Kult um "den Führer" nahm fast religiöse Züge an, was in bekannten Parolen wie "Ein Volk, ein Reich, ein Führer" oder "Führer befiehl, wir folgen!" deutlich wird. Der Begriff wird daher immer unter Anführungszeichen verwendet. [Stand: 14.01.2022]"Anschluss" Im Kontext der Eingliederung Österreichs in das Deutsche Reich 1938 wird der Begriff "Anschluss" unter Anführungszeichen gesetzt. Damit soll die Distanzierung zu einem von der NS-Propaganda geprägten Begriff zum Ausdruck gebracht werden. [Stand: 14.01.2022]
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Abzeichen zur Volksabstimmung über den "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich
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Salzburg Museum (Christel Lindner)
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