Hubert Sattler (1817 – 1904)
Datierung
1880-1890
Verortung
Norwegen
Material / Technik
Öl auf Leinwand
Bildmaß [H. x B.]
130 x 100 cm
Rahmenmaß [H. x B. x T.]
136,3 x 105,7 x 8,3 cm Incl. T&S
Systematik
Landschaft Norwegen
Sammlung
Gemälde (ab 1801)
Inventar-Nr.
9009-49
Creditline
Salzburg Museum
Kurzbeschreibung
Nr. 122. Der Rjukande Foß im südlichen Norwegen(Originaltitel).
Beschreibung
Das Vestfjordtal liegt in Westost-Richtung in Südnorwegen und wird im Norden von Ausläufern des Hardangervidda und im Süden vom Gaustatoppen (1.883 m), einem der bekanntesten Berge Norwegens, begrenzt. Bereits im 18. Jahrhundert wurde das Tal von Reisenden entdeckt. Romantische Künstler wie Johannes Flintoe (Kopenhagen 1787–1870) und Johan Christian Clausen Dahl (Bergen 1788–1857 Dresden) malten hier. Johann Michael Sattler hatte Dahl in Dresden getroffen. Wahrscheinlich geht die Reise nach Telemark auf dessen Anregung zurück. Das erste Mal besuchte Hubert Sattler diesen Wasserfall mit seiner Familie auf einer Rundreise durch Südnorwegen 1834.
Der 104 Meter hohe Wasserfall des Måna Flußes liegt westlich der heutigen Industrie- und Fremdenverkehrsstadt Rjukan. Das Wasser wurde zur Elektrizitätsgewinnung durch das 1911 errichte Kraftwerk Vemork genutzt (heute „Norsk Industriarbeider Museum“), und der Fall konnte dadurch mit einer Flutlichtanlage ausgestattet werden. Eine Touristenattraktion ersten Ranges wandelte sich zum Kraftwerk. Seit 1905 erzeugt die Firma „Norsk Hydro“ in Rujkan Salpeter. 1907 wohnten 50 Familien in dem Ort, 1917 hatte er bereits 10.000 Einwohner. Im Zweiten Weltkrieg produzierten die Deutschen hier Schweres Wasser (Deuteriumoxid) nach norwegischem Knowhow. Schweres Wasser war notwendig zur Herstellung von Atombomben. Das Tal wurde aufgrund der militärischen Aktionen der Briten und des norwegischen Widerstandes gegen die Deutsche Wehrmacht bekannt.
Der Fremdenverkehr wurde nach dem Zweiten Weltkrieg immer wichtiger. Rjukan, der Hauptort der Gemeinde Tinn, hat heute 3.400 Einwohner und liegt etwa 10 km vom Tinnsjø (Tinnsee) entfernt.
Gerhard Plasser
Kosmoramen von Hubert Sattler mit Originaltexten von Hubert Sattler. Band 2. Metropolen und Gebirswelten, bearbeitet v. Gerhard Plasser. Einleitung von Nikolaus Schaffer. (Salzburger Museumshefte 10).- Salzburg : Salzburger Museum Carolino Augusteum, 2007, Kat.-Nr. 18, S. 46
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Kosmorama: Rjukanfossen (Norwegen)
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Das Vestfjordtal liegt in Westost-Richtung in Südnorwegen und wird im Norden von Ausläufern des Hardangervidda und im Süden vom Gaustatoppen (1.883 m), einem der bekanntesten Berge Norwegens, begrenzt. Bereits im 18. Jahrhundert wurde das Tal von Reisenden entdeckt. Romantische Künstler wie Johannes Flintoe (Kopenhagen 1787–1870) und Johan Christian Clausen Dahl (Bergen 1788–1857 Dresden) malten hier. Johann Michael Sattler hatte Dahl in Dresden getroffen. Wahrscheinlich geht die Reise nach Telemark auf dessen Anregung zurück. Das erste Mal besuchte Hubert Sattler diesen Wasserfall mit seiner Familie auf einer Rundreise durch Südnorwegen 1834.<br class="linefeed" /><br class="linefeed" />Der 104 Meter hohe Wasserfall des Måna Flußes liegt westlich der heutigen Industrie- und Fremdenverkehrsstadt Rjukan. Das Wasser wurde zur Elektrizitätsgewinnung durch das 1911 errichte Kraftwerk Vemork genutzt (heute „Norsk Industriarbeider Museum“), und der Fall konnte dadurch mit einer Flutlichtanlage ausgestattet werden. Eine Touristenattraktion ersten Ranges wandelte sich zum Kraftwerk. Seit 1905 erzeugt die Firma „Norsk Hydro“ in Rujkan Salpeter. 1907 wohnten 50 Familien in dem Ort, 1917 hatte er bereits 10.000 Einwohner. Im Zweiten Weltkrieg produzierten die Deutschen hier Schweres Wasser (Deuteriumoxid) nach norwegischem Knowhow. Schweres Wasser war notwendig zur Herstellung von Atombomben. Das Tal wurde aufgrund der militärischen Aktionen der Briten und des norwegischen Widerstandes gegen die Deutsche Wehrmacht bekannt.<br class="linefeed" /><br class="linefeed" />Der Fremdenverkehr wurde nach dem Zweiten Weltkrieg immer wichtiger. Rjukan, der Hauptort der Gemeinde Tinn, hat heute 3.400 Einwohner und liegt etwa 10 km vom Tinnsjø (Tinnsee) entfernt.<br class="linefeed" /><br class="linefeed" />Gerhard Plasser<br class="linefeed" /><br class="linefeed" />Kosmoramen von Hubert Sattler mit Originaltexten von Hubert Sattler. Band 2. Metropolen und Gebirswelten, bearbeitet v. Gerhard Plasser. Einleitung von Nikolaus Schaffer. (Salzburger Museumshefte 10).- Salzburg : Salzburger Museum Carolino Augusteum, 2007, Kat.-Nr. 18, S. 46<br class="linefeed" /><br class="linefeed" />
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