Sie befinden sich hier: Startseite > Sammlung > 1732-2019

"Handwerker-Zwerge" "Zwerg_in"Der Begriff "Zwerg" ist dann als problematisch einzuordnen, wenn er für kleinwüchsige Menschen verwendet wird. Diese Form einer problematischen Zuschreibung wird deshalb möglichst durch treffendere Begriffe ersetzt. Bei Unklarheit darüber, ob es sich um den originalen Werktitel handelt oder wenn keine genaueren Kenntnisse zum Objekt in Erfahrung zu bringen sind, wird die Bezeichnung in Anführungszeichen verwendet. Ausgenommen sind Objektbeschreibungen, die "Zwerge" als mythologische, sagenhafte Gestalten besprechen. Es fällt jedoch schwer, die zugehörige Bildtradition von der der sogenannten "Hofzwerge" klar abzugrenzen. Ausgehend von der Sitte, kleinwüchsige Menschen an Höfen zu versammeln, um sie zur Schau zu stellen und fürstlichen Wunderkammern einzuverleiben, entstanden in Europa spätestens seit der Renaissance zahlreiche herabwürdigende Darstellungsformen, die meist grotesk überzeichnet sind. Noch bis ins 19. und 20. Jahrhundert gab es – auch in Salzburg – Theaterstücke und Schauspiele, bei denen kleinwüchsige Menschen als "Zwerge" auftraten. [Stand: 14.01.2022]

Johann Christoph Hafner (Haffner) (1668 - 1754)

Datierung um 1721

Erscheinungsort Augsburg

Material / Technik Kupferstich auf Papier, koloriert, goldgehöht

Blattmaß [H. x B.] 21,9 x 35,3 cm

Systematik Karikatur

Sammlung Grafik

Inventar-Nr. 1732-2019

Creditline Salzburg Museum, Sammlung Günther G. Bauer (Dauerleihgabe Salzburger Museumsverein)

Kurzbeschreibung Der Stich zeigt in Form von zeitgenössischen "Zwergenkarikaturen" zwei weibliche und zwei männliche "Handwerker-Zwerge". Begleitet werden die dargestellten Personen von jeweils zwei karikierenden Versen in lateinischer und deutscher Sprache. Der Stich ist numeriert (2.) und gehört vermutlich zu einer Serie von 16 (?) Stichen. "Zwerg_in"Der Begriff "Zwerg" ist dann als problematisch einzuordnen, wenn er für kleinwüchsige Menschen verwendet wird. Diese Form einer problematischen Zuschreibung wird deshalb möglichst durch treffendere Begriffe ersetzt. Bei Unklarheit darüber, ob es sich um den originalen Werktitel handelt oder wenn keine genaueren Kenntnisse zum Objekt in Erfahrung zu bringen sind, wird die Bezeichnung in Anführungszeichen verwendet. Ausgenommen sind Objektbeschreibungen, die "Zwerge" als mythologische, sagenhafte Gestalten besprechen. Es fällt jedoch schwer, die zugehörige Bildtradition von der der sogenannten "Hofzwerge" klar abzugrenzen. Ausgehend von der Sitte, kleinwüchsige Menschen an Höfen zu versammeln, um sie zur Schau zu stellen und fürstlichen Wunderkammern einzuverleiben, entstanden in Europa spätestens seit der Renaissance zahlreiche herabwürdigende Darstellungsformen, die meist grotesk überzeichnet sind. Noch bis ins 19. und 20. Jahrhundert gab es – auch in Salzburg – Theaterstücke und Schauspiele, bei denen kleinwüchsige Menschen als "Zwerge" auftraten. [Stand: 14.01.2022]

Beschreibung Vergleichbare Darstellungen erfreuten sich in der Frühneuzeit großer Beliebtheit und sind in der Kunst des Barock vielfach in den verschiedensten Medien vertreten. Unter anderem in der Druckgrafik begegnen – meist mit erklärenden Texten versehen – männliche und weibliche Figuren, die in unterschiedlichsten gesellschaftlichen Rollenbildern wohlbekannte menschliche Schwächen und Laster karikieren. Diese Karikaturen arbeiten dabei einerseits mit abwertenden Darstellungsweisen von Menschen mit "Kleinwuchs", andererseits sind zahlreiche antisemitische, antitürkische, allgemein fremdenfeindliche oder rassistische und auch sexistische Inhalte zu finden. Sie sind als wichtige Zeugnisse des derb-verletzenden und ausgrenzenden Humors ihrer Zeit zu betrachten, der wenige Gruppen der Gesellschaft zu schonen scheint.

Key
5a881a8c-2279-4656-8f1d-cf7e8e7c96b5
Module_ref
collection
Create_date
2022-10-03T13:00:40Z
Change_date
2025-03-02T23:00:00Z
Sync_date
2025-03-03T08:46:01Z
Container_s
AufId206
Container_Key_s
56675d4f-187d-454f-b576-cc546cafbe74
Container_Text_S
Grafik
Container_Text_S_sort
Grafik
InventoryNumber_S
1732-2019
InventoryNumber_S_sort
1732-2019
Title_S
"Handwerker-Zwerge"
Title_S_sort
"Handwerker-Zwerge"
ShortDescription_s
Der Stich zeigt in Form von zeitgenössischen "Zwergenkarikaturen" zwei weibliche und zwei männliche "Handwerker-Zwerge". Begleitet werden die dargestellten Personen von jeweils zwei karikierenden Versen in lateinischer und deutscher Sprache. Der Stich ist nummeriert (2.) und gehört vermutlich zu einer Serie von 16 (?) Stichen.
Dating_s
um 1721
YearFrom_I
1711
YearTo_I
1731
Systematic_s
Karikatur
MaterialTechnique_s
Kupferstich auf Papier, koloriert, goldgehöht
LongDescription_s
Vergleichbare Darstellungen erfreuten sich in der Frühneuzeit großer Beliebtheit und sind in der Kunst des Barock vielfach in den verschiedensten Medien vertreten. Unter anderem in der Druckgrafik begegnen – meist mit erklärenden Texten versehen – männliche und weibliche Figuren, die in unterschiedlichsten gesellschaftlichen Rollenbildern wohlbekannte menschliche Schwächen und Laster karikieren. Diese Karikaturen arbeiten dabei einerseits mit abwertenden Darstellungsweisen von Menschen mit "Kleinwuchs", andererseits sind zahlreiche antisemitische, antitürkische, allgemein fremdenfeindliche oder rassistische und auch sexistische Inhalte zu finden. Sie sind als wichtige Zeugnisse des derb-verletzenden und ausgrenzenden Humors ihrer Zeit zu betrachten, der wenige Gruppen der Gesellschaft zu schonen scheint.
Creditline_s
Salzburg Museum, Sammlung Günther G. Bauer (Dauerleihgabe Salzburger Museumsverein)
WebPro_ShortDescription_S
Der Stich zeigt in Form von zeitgenössischen "<a href="#" class="vocabulary" data-id="29940">Zwergenkarikaturen</a>" zwei weibliche und zwei männliche "Handwerker-Zwerge". Begleitet werden die dargestellten Personen von jeweils zwei karikierenden Versen in lateinischer und deutscher Sprache. Der Stich ist numeriert (2.) und gehört vermutlich zu einer Serie von 16 (?) Stichen. <span class="vocabulary" data-id="29940"><span class="title">"Zwerg_in"</span><span class="description">Der Begriff "Zwerg" ist dann als problematisch einzuordnen, wenn er für kleinwüchsige Menschen verwendet wird. Diese Form einer problematischen Zuschreibung wird deshalb möglichst durch treffendere Begriffe ersetzt. Bei Unklarheit darüber, ob es sich um den originalen Werktitel handelt oder wenn keine genaueren Kenntnisse zum Objekt in Erfahrung zu bringen sind, wird die Bezeichnung in Anführungszeichen verwendet. Ausgenommen sind Objektbeschreibungen, die "Zwerge" als mythologische, sagenhafte Gestalten besprechen. Es fällt jedoch schwer, die zugehörige Bildtradition von der der sogenannten "Hofzwerge" klar abzugrenzen. Ausgehend von der Sitte, kleinwüchsige Menschen an Höfen zu versammeln, um sie zur Schau zu stellen und fürstlichen Wunderkammern einzuverleiben, entstanden in Europa spätestens seit der Renaissance zahlreiche herabwürdigende Darstellungsformen, die meist grotesk überzeichnet sind. Noch bis ins 19. und 20. Jahrhundert gab es – auch in Salzburg – Theaterstücke und Schauspiele, bei denen kleinwüchsige Menschen als "Zwerge" auftraten. [Stand: 14.01.2022]</span></span>
WebPro_ShortDescription_S_sort
Der Stich zeigt in Form von zeitgenössischen "<a href="#" class="vocabulary" data-id="29940">Zwergenkarikaturen</a>" zwei weibliche und zwei männliche "Handwerker-Zwerge". Begleitet werden die dargestellten Personen von jeweils zwei karikierenden Versen in lateinischer und deutscher Sprache. Der Stich ist numeriert (2.) und gehört vermutlich zu einer Serie von 16 (?) Stichen. <span class="vocabulary" data-id="29940"><span class="title">"Zwerg_in"</span><span class="description">Der Begriff "Zwerg" ist dann als problematisch einzuordnen, wenn er für kleinwüchsige Menschen verwendet wird. Diese Form einer problematischen Zuschreibung wird deshalb möglichst durch treffendere Begriffe ersetzt. Bei Unklarheit darüber, ob es sich um den originalen Werktitel handelt oder wenn keine genaueren Kenntnisse zum Objekt in Erfahrung zu bringen sind, wird die Bezeichnung in Anführungszeichen verwendet. Ausgenommen sind Objektbeschreibungen, die "Zwerge" als mythologische, sagenhafte Gestalten besprechen. Es fällt jedoch schwer, die zugehörige Bildtradition von der der sogenannten "Hofzwerge" klar abzugrenzen. Ausgehend von der Sitte, kleinwüchsige Menschen an Höfen zu versammeln, um sie zur Schau zu stellen und fürstlichen Wunderkammern einzuverleiben, entstanden in Europa spätestens seit der Renaissance zahlreiche herabwürdigende Darstellungsformen, die meist grotesk überzeichnet sind. Noch bis ins 19. und 20. Jahrhundert gab es – auch in Salzburg – Theaterstücke und Schauspiele, bei denen kleinwüchsige Menschen als "Zwerge" auftraten. [Stand: 14.01.2022]</span></span>
WebPro_Title_S
"<a href="#" class="vocabulary" data-id="29940">Handwerker-Zwerge</a>" <span class="vocabulary" data-id="29940"><span class="title">"Zwerg_in"</span><span class="description">Der Begriff "Zwerg" ist dann als problematisch einzuordnen, wenn er für kleinwüchsige Menschen verwendet wird. Diese Form einer problematischen Zuschreibung wird deshalb möglichst durch treffendere Begriffe ersetzt. Bei Unklarheit darüber, ob es sich um den originalen Werktitel handelt oder wenn keine genaueren Kenntnisse zum Objekt in Erfahrung zu bringen sind, wird die Bezeichnung in Anführungszeichen verwendet. Ausgenommen sind Objektbeschreibungen, die "Zwerge" als mythologische, sagenhafte Gestalten besprechen. Es fällt jedoch schwer, die zugehörige Bildtradition von der der sogenannten "Hofzwerge" klar abzugrenzen. Ausgehend von der Sitte, kleinwüchsige Menschen an Höfen zu versammeln, um sie zur Schau zu stellen und fürstlichen Wunderkammern einzuverleiben, entstanden in Europa spätestens seit der Renaissance zahlreiche herabwürdigende Darstellungsformen, die meist grotesk überzeichnet sind. Noch bis ins 19. und 20. Jahrhundert gab es – auch in Salzburg – Theaterstücke und Schauspiele, bei denen kleinwüchsige Menschen als "Zwerge" auftraten. [Stand: 14.01.2022]</span></span>
WebPro_Title_S_sort
"<a href="#" class="vocabulary" data-id="29940">Handwerker-Zwerge</a>" <span class="vocabulary" data-id="29940"><span class="title">"Zwerg_in"</span><span class="description">Der Begriff "Zwerg" ist dann als problematisch einzuordnen, wenn er für kleinwüchsige Menschen verwendet wird. Diese Form einer problematischen Zuschreibung wird deshalb möglichst durch treffendere Begriffe ersetzt. Bei Unklarheit darüber, ob es sich um den originalen Werktitel handelt oder wenn keine genaueren Kenntnisse zum Objekt in Erfahrung zu bringen sind, wird die Bezeichnung in Anführungszeichen verwendet. Ausgenommen sind Objektbeschreibungen, die "Zwerge" als mythologische, sagenhafte Gestalten besprechen. Es fällt jedoch schwer, die zugehörige Bildtradition von der der sogenannten "Hofzwerge" klar abzugrenzen. Ausgehend von der Sitte, kleinwüchsige Menschen an Höfen zu versammeln, um sie zur Schau zu stellen und fürstlichen Wunderkammern einzuverleiben, entstanden in Europa spätestens seit der Renaissance zahlreiche herabwürdigende Darstellungsformen, die meist grotesk überzeichnet sind. Noch bis ins 19. und 20. Jahrhundert gab es – auch in Salzburg – Theaterstücke und Schauspiele, bei denen kleinwüchsige Menschen als "Zwerge" auftraten. [Stand: 14.01.2022]</span></span>
Disclaimer_I
0
GeographicReferences_Search_s
Augsburg
Subjects_Search_s
Johann Christoph Hafner (Haffner) (1668 - 1754)
lists_s
Dimensions,GeographicReferences,Subjects,Media
list_Dimensions_I
1
Dimensions_Type_0_s
Blattmaß [H. x B.]
Dimensions_Dimension_0_s
21,9 x 35,3 cm
list_GeographicReferences_I
1
GeographicReferences_Type_0_s
Erscheinungsort
GeographicReferences_Text_0_s
Augsburg
list_Subjects_I
1
Subjects_Name_0_s
Hafner (Haffner)
Subjects_FirstName_0_s
Johann Christoph
Subjects_SortedName_0_S
Hafner (Haffner) Johann Christoph
Subjects_SortedName_0_S_sort
Hafner (Haffner) Johann Christoph
Subjects_DisplayName_0_S
Johann Christoph Hafner (Haffner) (1668 - 1754)
Subjects_DisplayName_0_S_sort
Johann Christoph Hafner (Haffner) (1668 - 1754)
Subjects_Key_0_s
c398f6c1-85da-449f-99ee-683e4ae17917
list_Media_I
1
Media_Key_0_s
2f645ab9-1907-450c-a8ae-4cd035c2a711
_version_
1825561970208669700
lists
[object Object]
specialDistanceCase
false
hasDistanceText
0
 

Hinweis

Das Salzburg Museum distanziert sich ausdrücklich von allen diskriminierenden, ausgrenzenden sowie menschenverachtenden Inhalten und nationalsozialistischer Propaganda in Sammlung Online.
Ausschließlich zum Zweck der Forschung und Bildung bleiben problematische Inhalte sichtbar. Problematische Begriffe werden in Einzelfällen beibehalten, insofern sie Originalbezeichnungen bzw. (bisher) nicht ersetzbare Begriffe in der Kunst- und Kulturgeschichte sind. Zur Kennzeichnung werden sie in Anführungszeichen gesetzt und durch ein Glossar erklärt.

Problematische Objekte: Mehr zum Projekt | Glossar