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Blick auf Salzburg von Norden

Anton Hansch (1813 – 1876)

Datierung 1876

Verortung Salzburg Stadt

Material / Technik Öl auf Leinwand

Bildmaß [H. x B.] 100 x 142 cm

Rahmenmaß [H. x B. x T.] 142 x 184 x 13,5 cm

Systematik Landschaft Salzburg Land

Sammlung Gemälde (ab 1801)

Inventar-Nr. 1060-2003

Creditline Salzburg Museum (Dauerleihgabe Salzburger Museumsverein)

Beschreibung Anton Hansch
Fernblick auf Salzburg von Norden, 1876
Öl auf Leinwand, 100 x 142 cm, Rahmen 142 x 184 cm
Salzburg Museum, Inv.-Nr. 1060/2003
(Dauerleihgabe Salzburger Museumsverein)

Der Datierung nach muss es sich um eines der letzten
Bilder des Künstlers handeln, der 1874 nach Salzburg übersiedelte
und sein Vorhaben, hier noch einmal schulbildend
wirken zu können, nicht mehr verwirklichen konnte. Das
Schaffen von Anton Hansch weist zwischen romantisch
verklärendem Idealismus und glasklarer Wirklichkeitsschau
alle erdenklichen Abstufungen auf, ebenso kennt es von
der lasierenden Feinmalerei bis zur temperamentvollen
gründerzeitlichen Manier alle Register, dabei stets auf der
Höhe souveräner Beherrschung des Metiers. Merkwürdigerweise
ist dieser exemplarische Vertreter der österreichischen
Landschafts- und speziell Gebirgsmalerei des 19. Jahrhunderts,
den seine enorme Produktivität gelegentlich auch in
konventionelle Niederungen führte, zwar nach wie vor geschätzt,
aber wissenschaftlich noch kaum gewürdigt worden.
Hansch vereint hier noch einmal alle typischen, teilweise
bereits überlebten Ingredienzien des Genres zu einer an
seine Grenzen stoßenden Vision und wird dadurch dem
monumentalen Anspruch des Bildes gerecht. Der Flusslauf
der Salzach ist in einen träumerischen Bergsee verwandelt,
der ebenso zu den pittoresken Klischees der Alpenmalerei
gehört wie das Bauerngehöft rechts, das man in der Wirklichkeit
an dieser Stelle schwerlich vermutet. Der Fernblick
auf Salzburg mit der rosig schimmernden Festung erscheint
in seiner Ausdehnung nicht minder übersteigert wie der
Vordergrund, dessen Lauschigkeit in Düsternis umkippt.
Diesen Gegensatz hat Hansch durch ein aufziehendes Gewitter
„meteorologisch“ hochdramatisch instrumentiert.
Die Ferne ist noch in ein sonnenwarmes, geradezu paradiesisches
Licht getaucht, der Vordergrund bereits vom Sturm
gestreift. Die bäuerliche Figurengruppe mit rotem Regenschirm
wirkt in diesen weltlandschaftlichen Dimensionen
verloren auf weiter Flur. Geradezu ein Faustschlag für den
Betrachter ist, dass die Bildmitte durch eine Baumgruppe
blockiert ist. Ungenügenden Ersatz bietet ein Durchblick,
besetzt mit einer winzigen, scheinbar in Betrachtung der
Landschaft versunkenen Figur. Spannungen tun sich auf,
die der Pinsel des temperamentvollen greisen Meisters –
am Endpunkt einer langen Tradition angelangt – nur mehr
mit Mühe zum Ausgleich zu bringen vermag.
Das Bild hat seinen originalen Rahmen.
N.Sch.

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