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Bei diesem Objekt handelt es sich um eine Schüsselkachel aus dunkelgrauem Ton. Die Schüsselkachel ist ein Keramikobjekt, das als Teil eines Kachelofens verwendet wurde.

Die Kachel hat eine quadratische Öffnung und einen runden Boden. Sie sieht aus wie eine Schüssel, die an den Kanten abgeflacht ist. Die Oberfläche der Kachel ist rau und unglasiert. Die Kachel ist 13,5 cm hoch und besteht aus unglasiertem, dunkelgrauem Ton. Sie wurde auf einer Töpferscheibe gefertigt und hat eine quadratische Mündung mit einer Seitenlänge von etwa 18 cm. Dem Ton wurden kleine glitzernde Grafitpartikel beigemischt, um die Brenneigenschaften und Wärmeleitfähigkeit zu verbessern. Die Schüsselkachel wurde mit der offenen Seite nach außen in die Kuppel eines Kachelofens eingebaut, wobei die quadratische Form die Arbeit des Ofensetzers erleichterte. Die konkave Form bot eine große Abstrahlfläche für die Wärme.

Frühe Kachelöfen wurden im 13. Jahrhundert mit Becherkacheln gebaut, die später zu Schüsselkacheln weiterentwickelt wurden, um die Ofenoberfläche zu vergrößern und den Heizwert zu steigern. Bis ins 16. Jahrhundert wurden in Salzburg hauptsächlich Öfen mit Schüsselkacheln gebaut. Im 16. Jahrhundert wurden Blattkacheln mit Reliefdekor entwickelt, aber Schüsselkacheln hat man weiterhin als billigere Alternative verwendet. Auch heute werden Schüsselkacheln, meist grün glasiert, in rustikal gestalteten Wohnbereichen eingesetzt.

Eckdaten:

Titel: Schüsselkachel
Person/Organisation: Unbekannt
Datierung: Mittelalter/Spätmittelalter
Länge: 18,2 cm; Höhe: 13,2 cm; Durchmesser Boden: 11,9 cm
Material/Technik: Keramik
Salzburg Museum, ARCH 3510-92